Fangmethoden

07 – Pelagisches Stellnetz

Zielarten: z. B. Kabeljau oder Plattfische wie Seezunge oder Scholle

Pelagisches Stellnetz Bei Stellnetzen unterscheidet man Grundstellnetze und pelagische Stellnetze. Beides sind bis zu 15 Meter hohe und bis zu 15 Kilometer lange Netze, von denen das Grundstellnetz mit Gewichten fest im Boden verankert ist, während das pelagische Netz frei im Wasser hängt. An der oberen Netzkante sind sie mit Bojen versehen. Die Netzenden werden mit Ankern gesichert.

Stellnetze werden vor allem in der Binnen- und Küstenfischerei, aber auch weiter von der Küste entfernt - also offshore - verwendet. Gerade in der Küstenfischerei sind Stellnetze eine tödliche Falle für Kleinwale und Seevögel. Die Wale können die dünnen Kunststoffnetze nicht mit ihrem Echolot orten - sie verfangen sich und ersticken bzw. ertrinken elendig. Seit 2007 sind akustische Scheuchvorrichtungen, so genannte Pinger, vorgeschrieben, die die Kleinwale von den Netzen fernhalten sollen - allerdings nur auf Stellnetzfischerbooten von über 12 Metern Länge. Ein weiterer Nachteil der Stellnetzfischerei ist die lange Standzeit der Fangvorrichtung, wodurch die in den Netzen verwickelten Fische unnötig lange leiden.