Fangmethoden

03 - Pelagisches Schleppnetz

Zielarten: Schwarmfische wie Makrele, Sprotte/Sardine und Hering

Pelagisches Schleppnetz Die intensive Befischung des Meeresbereiches zwischen Boden und Oberfläche (Pelagial) wurde erst in den 60er Jahren durch die Einführung der sogenannten pelagischen Schleppnetze möglich. Diese Netze haben eine Tütenform und werden am Ende durch eine Tasche, in der sich die Fische sammeln, geschlossen. Sie werden von einem oder mehreren Booten (engl. pair trawling = Gespannfischerei) durch das freie Wasser geschleppt. Zur Ortung der Fischschwärme setzen die Trawler ein Echolot ein.

Gespannfischerei wird vor allem beim Heringsfang eingesetzt. Bei der Gespannfischerei auf Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax) im westlichen Ärmelkanal kommt es zu hohen Beifängen von Delfinen (Gemeiner Delfin / Delphinus delphis, Weißstreifendelfin / Lagenorhynchus oliquidens, Weißseitendelfin / Lagenorhynchus acutus) sowie mitunter Pilotwalen (Megalocephala melas).

Das pelagische Netz ist heute neben dem Grundschleppnetz das wichtigste Fanggerät in der Hochseefischerei. Die Netzöffnung kann dabei bis zu 23.000 Quadratmeter groß sein. Das entspricht etwa fünf Fußballfeldern. Bei diesen Ausmaßen passen 12 Jumbojets in den Rachen des Netzes. Die Gesamtlänge eines pelagischen Netzes kann einschließlich der Kurrleinen (schwere Taue aus Stahldraht) 1500 Meter betragen.

Wichtiger als die Länge ist jedoch die Maschengröße, die auf die Zielart abgestimmt wird.. Im vorderen Netzteil sind die Maschen weiter als am Netzende. Die größten Maschen können bis etwa 128 Meter - die kleinsten weniger als 1 Millimeter weit sein, während etwa drei Viertel der Netzlänge mit Maschen ausgestattet sind, die nicht größer als 400 mm sind. Eine Netzfüllung kann bis zu 500 Tonnen Fisch liefern, einschließlich riesiger Mengen an Beifang.